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Bildungspartner NRW - Museum und Schule

Weiß behandschuhte Hand greif kleine weiße Statue

Foto: Julia Reschucha | LVR-ZMB

Museen ermöglichen die lebendige Auseinandersetzung mit Originalen. Bildnerisches Gestalten oder naturwissenschaftliches Experimentieren als handlungsorientierte Methoden wecken Neugierde und fördern die Aufnahmebereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Eigenständige Informationsrecherchen erschließen neue Erkenntnisse. Das breite Spektrum der Museen in NRW bietet Anknüpfung an unterschiedliche Schulfächer aller Jahrgangsstufen.


Kooperationsformen

Die im Folgenden aufgeführten Kooperationsformen zeigen beispielhaft Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Schulen und Museen auf. Die meisten Museen haben bereits Angebote entwickelt, die z.T. auch mehrere dieser Methoden miteinander verbinden, doch sollten Lehrkräfte und Museumspädagogen und –pädagoginnen Programme individuell absprechen, die der jeweiligen Altersstufe, dem jeweiligen Fach mit seinen Rahmenrichtlinien und der jeweiligen Lerngruppe angepasst werden.

Aktivierende Methoden

Sie berücksichtigen verstärkt haptische Lernprozesse und fördern das „Lernen mit allen Sinnen". Die Schülerinnen und Schüler dürfen ein Handwerk oder eine Technik ausprobieren, Laborexperimente durchführen oder bildnerisch gestalten.

Das Museum als außerschulischer Lernort

Museen ermöglichen die Begegnung mit originalen Objekten der Kunst, Geschichte und Technik. Jedes Objekt der überlieferten Kultur ist ein Zeichen, das erkannt und verstanden werden will, und das Museum hilft beim Entziffern der Dingsprache. Unterschiedliche Lerntypen werden angesprochen, verschiedene Begabungen gefördert.

Führungen, Führungsgespräche

In der direkten Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern können Museumsvermittler auf deren Fragen und Interessen unmittelbar eingehen. Empfehlenswert sind anschließende Phasen des selbstständigen Erarbeitens, der aktiven, assoziativen oder interdisziplinären Auseinandersetzung.

Informationen für Lehrkräfte

Informationsveranstaltungen, Lehrerhandreichungen und Lehrerfortbildungen helfen Lehrerinnen und Lehrern bei der Planung des Museumsbesuchs und fördern den Austausch von Lehrkräften und Museumspädagoginnen und Museumspädagogen.

Interdisziplinäre Methoden

Dazu gehören schauspielerische oder tänzerische Umsetzungen, literarische Zugangsweisen, musikalische Vermittlungsformen, historisches Spiel und Methoden der experimentellen Archäologie. Im Mittelpunkt steht hier die Ergebnissicherung. Solche Methoden bieten sich gerade für Projektwochen an.

Museumsgespräche/Diskussionsgruppen und -veranstaltungen

Schülerinnen und Schüler werden angeregt, ihre Meinung zu äußern, Fragen zu stellen, zu diskutieren. Der Grad der Aktivität, den sie erreichen sollen, kann variieren.

Museumskoffer

Für die Schule konzipierte Museumskoffer enthalten Originalexponate oder Repliken und Informationen zu speziellen Themen sowie Unterrichtsmaterialien. Vorteile liegen in der erlebnisorientierten, spielerischen, haptisch erfahrbaren Form des Lernens.

Schüler führen Schüler

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich allein oder in Kleingruppen bestimmte Themen oder Bereiche eigenständig. Im zweiten Schritt müssen sie sich überlegen, was und wie sie ihre Arbeitsergebnisse den Mitschülern mitteilen wollen. Im dritten Schritt erfolgt das Vermitteln selbst.

Spielerisch-assoziative Methoden

Assoziationsspiele, Chinesischer Korb und Kreatives Schreiben lassen sich in jede Führung einbauen, können aber auch einen eigenen Stellenwert bekommen. Diese Methoden eignen sich gerade für die Auseinandersetzung mit Kunstwerken und können im Kunst-, Deutsch- und Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden.

Finanzierung

Meistens fallen bei einem Museumsbesuch Kosten an, beispielsweise der Eintritt oder die Fahrtkosten. Gerade wenn langfristige Kooperationen geplant sind, lohnt es sich, gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, die Kosten für die Schülerinnen und Schüler gering zu halten. Anregungen dazu gibt der folgende Überblick:

Wettbewerbe
Gewonnene Preisgelder können in die weitere Zusammenarbeit investiert werden.
Wettbewerb der Medienberatung NRW "Kooperation.Konkret."
Wettbewerb "Kinder zum Olymp"
Wettbewerb "Mixed up"

Fördermittel
Weitere konkrete Fördermöglichkeiten können über die Stiftungsdatenbank des Bundesverbands Deutscher Stiftungen recherchiert werden.
Stiftungsdatenbank

Jahres-Museumsausweis für Schulen

Die Schule kauft für einen bestimmten Betrag einen Jahresausweis, der beinhaltet, dass eine bestimmte Anzahl an Schulklassen auf Basis des „Abos" freien Eintritt erhält (z.B. eine Schulklasse pro Monat). Die museumspädagogischen Veranstaltungen werden für Schülerinnen und Schüler günstiger und Schulen werden zu dauerhaften, planbaren finanziellen Partnern für Museen.

Weiterentwicklung der museumspädagogischen Angebote

Testklassen: Museen ziehen Gewinn daraus, wenn sie geplante museumspädagogische Programme an „Testklassen" ausprobieren können. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer wiederum profitieren von der kostenfreien Veranstaltung und geben Rückmeldung zur Gestaltung des Programms.
Schüler führen Schüler: Schülerinnen und Schüler werden von Museumspädagogen in einem bestimmten Themengebiet inhaltlich und didaktisch qualifiziert und geben dieses Wissen an andere weiter, indem sie Führungen für Klassen veranstalten.

Unterstützung durch Kommunen

Im Rahmen einer Bildungspartnerschaft können Kommunen vor Ort unterstützend wirken. Beispielsweise können sie mit lokalen Verkehrsverbünden einen verbilligten oder kostenfreien Transfer für die Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Kommune vereinbaren.

Allgemeine Finanzierungsmöglichkeiten:
• Förderverein der Schule
• Sponsoren und öffentliche Gelder
• Ehrenamtliche Mitarbeit

Bei weiteren Fragen schreiben Sie uns gerne eine Mail.

Ihr Ansprechpartner:


Seite zuletzt geprüft und aktualisiert: 07.März 2016

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